Krebsvorsorge und -erkrankungen

Für eine Brustkrebs-Früherkennung steht unser modernes hochauflösendes Ultraschall-Gerät zur Verfügung, das wir zusätzlich zur Mammographie, für die wir Sie an ein spezialisiertes Zentrum überweisen, einsetzen. Zeigen sich hier verdächtige Strukturen, können wir weiterführende Diagnoseschritte veranlassen. Aber selbstverständlich zeigen wir Ihnen auch, wie Sie Ihre Brust selbst abtasten können und worauf Sie achten sollten.

Ihr gutes Körpergefühl, eine Wachsamkeit für Ihre innere Stimme können Ihnen signalisieren, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Solche Hinweise nehmen wir ernst. Sie sind für uns mindestens ebenso wichtig, wie eine gute ärztliche Untersuchung.

Im Falle einer Krebserkrankung wollen wir Ihnen helfen, in dieser schwierigen Phase den Boden unter den Füßen zu behalten, eine Orientierung inmitten des Chaos zu finden, ohne Ihnen Vorschriften zu machen. Wir erklären Ihnen Therapiemöglichkeiten, erörtern mit Ihnen Alternativen, wägen Nutzen und Risiken gemeinsam mit Ihnen ab. Unser gesamtes fachliches Know-how werfen wir in die Waagschale, um für Sie einen individuell sinnvollen und möglichen Weg zu finden.


Individuelle Gesundheitsleistungen bei der Krebsvorsorge

Ihre gesetzliche Krankenversicherung gewährt Ihnen einen vorbildlichen Versicherungsschutz – jedoch nur für das, was medizinisch notwendig ist. Die moderne Medizin bietet darüber hinaus zahlreiche empfehlenswerte und sinnvolle Zusatzleistungen* an, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Sprechen Sie uns bitte einfach darauf an. Wir werden Sie gerne beraten, welche Maßnahmen in Ihrem Falle für Sie speziell empfehlenswert sind.

 

  • Unterbauch-Ultraschall (Sonographie)

    Durch die vaginale Ultraschalluntersuchung können oftmals Veränderungen, insbesondere an den Eierstöcken oder der Gebärmutter, die beim Abtasten nicht zu beurteilen sind, frühzeitig sichtbar gemacht werden. Es handelt sich um eine effektive und dabei schmerzlose und strahlenfreie Methode.
  • Brustultraschall (Mammasonographie)

    Bei der Mammasonographie handelt es sich um ein zusätzliches diagnostisches Verfahren zur Erkennung von Veränderungen des Brustgewebes.Insbesondere bei Frauen mit sehr festem Drüsengewebe kann die Aussagefähigkeit der Mammasonographie größer sein als die Mammographie. Die Mammasonographie ist ohne Strahlenbelastung und ist der Tastuntersuchung überlegen.
  • HPV-Test (Humane Papillomaviren Testung)

    Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Bestimmte Typen dieser Viren (aus der sogenannten Hochrisikogruppe) spielen jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen. Nahezu 30 % aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens infiziert. Die Infektion löst häufig keine Beschwerden aus.

    Dieses hochmoderne Testverfahren auf HPV erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals und wird mittels DNA-Technologie ausgewertet. Noch bevor irgendwelche Zellveränderungen zu beobachten sind, kann der Nachweis von Hochrisikoviren HPV erbracht werden. Der Nachweis von HPV bietet die Möglichkeit, vorhandene Muttermundveränderungen in einem besonders frühen Stadium zu erkennen und zu behandeln. Zusammen mit dem zytologischen Abstrich erhöht sich die Chance für eine bestmögliche Krebsfrüherkennung und damit erfolgreiche Behandlung ganz wesentlich.
  • Darmkrebsfrüherkennung (M2-PK-Test)

    M2-PK-Test ist ein immunologisches, neues Schnelltest-Verfahren. Die Entdeckungsrate des herkömmlichen Stuhltests (Haemoccult-Test) liegt bei ca. 40 %. Beim M2-PK-Test hingegen liegt sie bei fast 86 %. Wenn die Testergebnisse Hinweise auf eine Erkrankung geben, ist unbedingt eine weitere Abklärung durch eine Darmspiegelung (Koloskopie) erforderlich.
  • Dünnschicht-PAP-Test

    Bei dem Dünnschicht-PAP-Test handelt es sich um eine neuartige Aufbereitungstechnik des Krebsabstriches vom Gebärmutterhals. Auch bei der Entnahme des Zellmaterials gibt es eine erhebliche Verbesserung. Die Zellen werden nicht mehr mit einem Watteträger entnommen, bei dem ein Großteil des Zellmaterials verloren geht, sondern mit einer kleinen Bürste, die in ein Röhrchen mit Flüssigkeit gebracht wird. Es geht kein Zellmaterial verloren. Der beurteilende Zytologe ist so in der Lage, einen sauberen Abstrich in einlagiger Zellschicht ohne Verunreinigungen von Blut, Schleim oder Entzündungszellen zu begutachten.

* Die Kosten für diese individuellen Gesundheitsleistungen dürfen nicht zulasten Ihrer Krankenkasse erbracht werden und müssen deshalb von Ihnen auf der Basis der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) übernommen werden. Die Basisversorgung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung führen wir natürlich weiterhin für Sie als Kassenleistung durch.